Am 12. Dezember 2025 beging die Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert das 20-jährige Bestehen ihres Dokumentations- und Begegnungshauses. Die Veranstaltung würdigte zwei Jahrzehnte engagierter Erinnerungs-, Bildungs- und Forschungsarbeit am historischen Ort.
Das Grußwort sprach Ministerialdirektorin Katharina Heil vom Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit. Sie erinnerte daran, dass erst mit Gründung des Förderverein Gedenkstätte KZ Hinzert e.V. im Jahr 1989 das fast vergessene Lager Hinzert wieder ins Bewusstsein gerückt wurde.
In der anschließenden Podiumsdiskussion unter Leitung von Bernhard Kukatzki, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, und den Teilnehmenden Albert Hansen, Sohn eines ehemaligen Häftlings, Kurt Beck, Ministerpräsident a.D. Rheinland-Pfalz und Dieter Burgard, Vorsitzender des Fördervereins, wurde die Bedeutung des Hauses als Ort des Gedenkens, der Begegnung und der Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Gewaltgeschichte hervorgehoben.
Zugleich richtete die Veranstaltung den Blick auf zukünftige Aufgaben der Gedenkstättenarbeit in einer sich wandelnden Erinnerungskultur. Dr. Sabine Arend, Leiterin der Gedenkstätte präsentierte die ersten Ergebnisse zu den Forschungen zu den Außenlagern. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit Initiativen direkt an den Orten der Außenlagern erarbeitet. Ergebnis wird eine Wanderausstellung sein.
Bilder: Rainer Michels





